Navigieren in Birr

Das spannendste Nachtleben Ihrer Gemeinde findet bodennah statt.

Jede Nacht sind Igel in unseren Gemeinden unterwegs – auf der Suche nach Nahrung, auf ihren gewohnten Wegen. 

Tausende Igel sterben jedes Jahr auf Schweizer Strassen. Ein tragisches Schicksal, das oft durch unaufmerksame Fahrzeuglenker besiegelt wird. Besonders in den Nachtstunden, wenn die Strassen scheinbar leer sind und zu erhöhter Geschwindigkeit verleiten, sind Igel und andere nachtaktive Tiere wie Kröten auf Nahrungssuche oder Partnersuche unterwegs und müssen dabei unzählige Male Strassen überqueren.

Es ist leicht zu vergessen, dass diese heimlichen Bewohner unserer Siedlungen gerade dann aktiv sind, wenn wir sie am wenigsten erwarten. Eine angepasste und vorausschauende Fahrweise in der Nacht ist daher unerlässlich. Sie rettet nicht nur unzählige Tierleben, sondern sorgt auch für mehr Ruhe in den Wohngebieten.

So können Sie helfen

  • Geschwindigkeit reduzieren: Besonders in Wohngebieten und auf Landstrassen nachts das Tempo drosseln.
  • Aufmerksam fahren: Den Fahrbahnrand im Blick behalten und jederzeit mit Wildtieren rechnen.
  • Rücksicht nehmen: Auch auf scheinbar leeren Strassen sind Sie nicht allein.

Haben Sie gewusst?

Igel rollen sich bei Gefahr zusammen, anstatt zu fliehen. Dieses Verhalten, das sie vor natürlichen Fressfeinden schützt, wird ihnen auf der Strasse zum Verhängnis, da sie so den herannahenden Fahrzeugen hilflos ausgeliefert sind.


«In meinem Garten kommt nur ein «igelfreundlicher» Mähroboter und dies nur tagsüber auf dem zuvor kontrolliertem Gelände zum Einsatz»

Die zunehmende Beliebtheit von Mährobotern stellt eine ernsthafte Gefahr für den Igel dar. Durch die Zerstörung des natürlichen Lebensraums, ist der Igel heute oft nur noch im Siedlungsgebiet des Menschen anzutreffen. Beim Einsatz von Mährobotern ist daher Vorsicht geboten. Mit diesen drei einfachen Regeln können sich sicherstellen, dass es zu keinem Massaker im Gartenidyll kommt.

1. Geräte nur tagsüber laufen lassen

Revierpflege, Nahrungsaufnahme und Paarung – das alles erledigt der nachtaktive Igel während der dunklen Tageszeit. Eigentlich ganz praktisch, so ein nebeneinander in den Tageszeiten. Überlassen Sie daher bitte die Nacht dem Igel.

2. Igelsichere Geräte kaufen

Die Sensoren vieler Mähroboter erkennen Kleintiere wie den Igel nicht zuverlässig. Und da sich der Igel bei Gefahr einrollt, kann es zu wüsten Begegnungen führen. Jährlich werden in den Igelstationen unzählige verletzte Tiere versorgt. Oft sind die Verletzungen jedoch zu verheerend, sodass die Igel nur noch erlöst werden können. Achten Sie daher beim Kauf eines Mähroboters darauf, dass er das Prädikat «igelfreundlich» trägt. Und fragen Sie im Geschäft unbedingt nach solchen Geräten! Damit wird auch das Verkaufspersonal für das Thema sensibilisiert.

3. Vor dem Einsatz Gelände nach Tieren absuchen

Wie auch beim Einsatz von Elektrosensen oder Fadenmäher ist vor dem Start des Mähroboters eine Kontrolle der zu bearbeitende Grünfläche unerlässlich. Nehmen Sie sich die Zeit, damit Ihren Garten nicht zu einer schauderhaften Kulisse für ein Igelmassaker wird.